Unternehmensgeschichte
Die Anfänge des Werks „Transsignal“ reichen bis 1875 zurück. Für den Unterhalt der Signaltechnik auf dem Abschnitt Kiew–Kosjatyn wurden kleine Reparaturwerkstätten mit 5–7 Arbeitern in zwei Räumen benötigt.

Das Personal wuchs auf 18, mit zwei importierten Fußdrehbänken. Um 1890 arbeiteten fast hundert Menschen in den Werkstätten.

In den folgenden fünf Jahren wurden die Werkstätten erweitert, neue Hallen errichtet, die Belegschaft wuchs auf 150. Sie wurden als „Telegrafenwerkstätten der Südwestbahn“ bekannt.

Es wurden Geräte für die Bahnelektrik repariert und gefertigt: Morse-Telegrafen, Telefone und Teile für Signal- und Fernmeldeeinrichtungen.

Im Ersten Weltkrieg wurden militärische Aufträge ausgeführt, u. a. Feldtelegrafen. Die Apparatewerkstatt fertigte auch schnelle Bodo-Telegrafen.
Der Arbeitermangel durch Mobilisierung wurde teils durch Frauenteams ausgeglichen.

Ende 1919 wurde mechanische Zentralisationsapparatur produziert.
Anfang der 1920er Jahre fusionierten Telegrafen- und Betriebswerkstätten zu den „Hauptelektrowerkstätten der Südwestbahn“ (GEM).

1923 wurden einheimische Signalgeräte nach D.S. Treger eingeführt; die Abhängigkeit von importierten Formsignalen endete.
Am 1. September 1929 wurde GEM in „Kiewer Reparatur-Elektrowerk der Südwestbahn“ (KREZ) umbenannt; neue Gebäude entstanden in der Schyljanska Straße 97.

Am 1. Oktober 1931 erhielt KREZ den Namen „Transsignal“.
Das Werk wuchs rasch, fertigte Schalt- und tragbare Geräte, automatische Blocktechnik und erweiterte Technikbüro und Elektrolabor.

1935 erhielt das Werk auf der Pariser Weltausstellung den Grand Prix für selbstregelnde Einrichtungen („Autostops“).

Damals beschäftigte das Werk über 1000 Personen und etwa 70 Erzeugnisarten.
Nach Kriegsbeginn wurde das Werk nach Charkiw und Taschkent evakuiert; dort u. a. Feldtelegrafen und Visiere. 1944 kehrte die Produktion zurück.

1947 erreichte die Produktion wieder Vorkriegsniveau. Weichenantriebe, Drosseltransformatoren, Pumpenautomatik und Schaltgeräte für Hauptstrecken und Metro wurden gefertigt.
Das Werk lieferte Mess- und Prüfzüge für Gleis, Risse und Signaltechnik mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h.

Zur Produktion gehörten Tonfrequenz-Gleisstromkreise, vollständige Zugfolgesteuerung, Netzwerkkoppler und frequenzbasierte Dispositionsysteme.
Erzeugnisse gingen in 15 Länder, u. a. Bulgarien, Polen, die Tschechoslowakei, Indien, Irak und Kuba.

1974 begann der Bau von Bearbeitungs- und Werkzeugshops sowie eines Technikgebäudes; Galvanik, Schmiede und Pressen wurden modernisiert.

Aus kleinen Werkstätten entwickelte sich über Jahrzehnte ein Werk, das die Staatsbahnen mit komplexer Signaltechnik beliefert.


